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Die Blasenentzündung: Ein brennendes Problem
11.06.2016 12:07

 

 

Die Blasenentzündung: Ein brennendes Problem

 

Harndrang, lästiges Ziehen im Unterleib, Brennen und starke Schmerzen beim Wasserlassen: Viele Frauen werden von Blasenentzündungen geplagt. Behandelt wird die Erkrankung häufig mit Antibiotika. Nicht selten beginnt dann ein Kreislauf rezidivierender Infektionen. Oft vernachlässigt wird dabei die Rolle der Darm- und Vaginalflora.
Eine akute Infektion der unteren Harnwege (Zystitis/Urethritis) ist eine typische Frauenerkrankung. Etwa die Hälfte aller Frauen hat mindestens einmal im Leben mit einem Harnwegsinfekt zu tun. In den meisten Fällen sind jüngere, sexuell aktive Frauen, aber auch solche über 75 Jahre betroffen. Zum großen Leidwesen der Betroffenen kehren die Infektionen bei rund 20 Prozent immer wieder zurück
Die Symptome sind eindeutig: Starker und fast unerträglicher Harndrang, Entleerungsstörungen und Schmerzen beim Wasserlassen sowie weißlich trüber Urin. Die Miktion kann begleitet sein von Krämpfen oder einem Ziehen im Unterbauch.
Das Spektrum der Harnwegsentzündungen reicht von einer ungefährlichen unkomplizierten Harnblasenentzündung bis hin zur Nierenbeckenentzündung, die als Komplikation eine bedrohliche Blutvergiftung nach sich ziehen kann. Bei mehr als drei Blasenentzündungen im Jahr muss geprüft werden, ob Anomalien der Harnwege vorliegen.
Warum sind Frauen häufiger betroffen als Männer?
Die Gründe sind u.a. anatomischer Natur: Die weibliche Harnröhre ist ca. 4 cm kürzer als die männliche. Keime können deshalb schneller in die Blase gelangen und dort die Schleimhaut entzünden. Von Nachteil ist auch die unmittelbare Nähe von Harnröhre, Vagina- und Darmöffnung. So können z.B. Kolibakterien aus dem Darm leicht in die Harnröhre wandern. Auch Geschlechtsverkehr kann eine Blasenentzündung verursachen. Frauen sind zudem während der Schwangerschaft oder im Klimakterium anfällig für Blasenentzündungen. Aber auch eine Antibiotikatherapie verändert die Darm- und Vaginalflora und kann das Aufsteigen der Bakterien begünstigen.
Wenn Männer oder Kinder betroffen sind
Männer leiden nur selten unter Blasenentzündungen. Bei älteren Männern kann eine Harnwegsentzündung auftreten, wenn der Harn aufgrund einer vergrößerten Prostata nur schwer abfließen kann. Bakterien nisten sich dann gerne im Restharn ein. Bei Kindern mit Harnwegsinfekten liegen häufig anatomische oder funktionelle Anomalitäten mit Harnabflussstörungen vor.
Auslöser: Escherichia coli
Rund 80 Prozent aller Blasenentzündungen werden durch Bakterien der Art Escherichia coli ausgelöst. Sie gelangen aus der Darmflora in die Harnwege. Aber auch Staphylokokken und Enterobakterien können die Ursache sein. Es muss auch an Chlamydien-, Mykoplasmenbakterien, Tuberkulose, Parasiten oder Pilze als Erreger von Harnwegsentzündungen gedacht werden.
Weg mit den Keimen!
Ziel der Therapie ist die Elimination des Keims aus den ableitenden Harnwegen. Es zeigt sich, dass 30-50 % aller unteren Harnwegsinfekte innerhalb einer Woche spontan ausheilen. Daher sollte nicht gleich mit einem Antibiotikum behandelt, sondern bei unkomplizierten Fällen in den ersten Tagen möglichst erst einmal abgewartet werden. Folgende Maßnahmen bieten sich an:
Viel Trinken! Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, um Blase und Harnleiter durchzuspülen und Keime auszuschwemmen. Es eignet sich ungesüßter Blasen-Nieren-Tee.
Regelmäßige und vollständige Entleerung der Blase

Wärme tut meistens gut: Eine Wärmflasche auf dem Unterleib, feuchtwarme Umschläge sowie warme Sitzbäder (Kamille und Heublumen) bringen häufig Linderung.

Bettruhe
Kälte meiden!

Vermeiden von Stuhlverstopfungen, z.B. durch den Verzehr von reichlich Obst und Gemüse sowie Milchprodukten mit probiotischen Bakterienstämmen (Joghurt u.a.).

Pflanzliche Mittel können adjuvant die Nierendurchblutung und die Durchspülung der Harnwege (Diureseanregung) fördern. Sie haben antimikrobielle, aquaretische, spasmolytische oder immunstimmulierende Effekte. Außerdem hemmen sie die bakterielle Adhäsion. Birkenblätter, Goldrutenkraut, Hauhechelwurzel, Brennnesselkraut, Schachtelhalmkraut wirken durchspülend, Bärentraubenblätter, Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel wirken antibakteriell.

Bei rezidivierenden Harnwegsinfekten hat sich Cranberrysaft bewährt. Letzterer hemmt die Adhärenz der Bakterien an der Schleimhaut und fördert die Keimausschwemmung durch den Urin. Verantwortlich für dieses Wirkprinzip sind die im Saft enthaltenen Proanthocyanidine.

Cave: Eine Durchspülungstherapie ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen kontraindiziert
Zur Vorbeugung rezidivierender Infektionen der unteren Harnwege dienen auch:


Eine angemessene Genitalhygiene. Mangelhafte Hygiene schadet, aber ein zu viel des Guten ebenfalls: Übertriebene Hygiene zerstört die Vaginalflora, deshalb sollten auch keine Intimsprays genutzt werden.

Nach dem Geschlechtsverkehr gleich die Blase entleeren. Geschlechtsverkehr erhöht die Gefahr einer Harnwegsinfektion.

Antibiotikatherapie abfedern
Wenn keine Besserung eintritt und/oder folgende Alarmsignale auftreten, die auf eine aufsteigende Infektion hindeuten, ist eine Antibiotikatherapie angezeigt:


hohes Fieber, Schüttelfrost

Übelkeit und Erbrechen

starkes Krankheitsgefühl, blutiger Urin

Schmerzen in der Nierengegend

extreme Schmerzen und Krämpfe beim Wasserlassen
 

Allerdings sollte in Zeiten steigender Antibiotikaresistenzen und angesichts der bekannten Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie der Einsatz gut abgewogen werden. Häufig wird die Darm- und Vaginalflora durch ein Antibiotikum verändert, was in Folge zu einer Anfälligkeit für neue Infektionen führen kann
Kommt man um eine Antibiotikatherapie nicht herum, gilt es die Nebenwirkungen der Therapie abzupuffern. Hier eignet sich Lactobiogen® femin plus aus dem Hause Laves Arzneimittel hervorragend zur Unterstützung schon während einer Antibiotika- oder Antimykotikatherapie. Der in Lactobiogen® femin plus enthaltende probiotische Stamm Lactobacillus helveticus CNCM I 3676 wird naturgemäß nicht durch Antimykotika geschädigt. Das gilt auch bei Verwendung eines Schmalbandantibiotikums für die meistens bei Urogenitalinfekten verantwortlichen gramnegativen Bakterien wie E. coli., da es sich um ein grampositives Bakterium handelt.
Lactobiogen® femin plus eignet sich darüber hinaus zur Prophylaxe bei rezidivierenden Harnwegsinfekten und Vaginalmykosen. Das Kombinationspräparat aus dem speziellen Probiotikstamm und einem Cranberry-Zimtextrakt trägt dazu bei, die Adhäsion bestimmter E. coli Bakterien an den Schleimhäuten der Harnwege zu reduzieren. Uropathogene E. coli Bakterien können so mit dem Urin ausgespült werden. Außerdem wird durch Zimtextrakt und die probiotischen Bakterien die körpereigene natürliche Abwehr der Vaginalflora gestärkt, indem urogenitale Pathogene gehemmt werden, die für Vaginalmykosen (Candida) verantwortlich sind.

 

 

Euer Manfred Harlos

 

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Probiotika: Flora et labora

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